Bürgermeisterkandidat Fabian Schmid und die Gemeinderatskandidaten der BLB stellen sich den Bürgern vor.

Sichtlich angenehm überrascht zeigten sich die 41 Zuhörer vom professionellen Auftritt des Bürgermeisterkandidaten Fabian Schmid.
Zahlreiche sorgenvolle Fragen zur finanziellen Situation der Gemeinde wurden gestellt. Die Bürger wollten wissen, wie Schmid uns als Bürgermeister aus dieser Misere herausführen wolle. Seine Antwort: Man müsse versuchen, bei Luxusprojekten noch zu retten was zu retten sei, oder eben nach hinten verschieben.
Die gewaltigen Aufgaben lägen noch vor der Gemeinde. Die Verschuldung rund um den Bahnhof und weitere Objekte sei so hoch wie nie zuvor. Dadurch sei der finanzielle Spielraum für Pflichtaufgaben stark eingeschränkt. Mit Investitionen in Wasser, Kanal und Kinderbetreuung stünden die größten Brocken erst noch an. Es sei an der Zeit, so Schmid, aufzuhören, die Verschuldung schönzureden. Es stellt sich die Frage ob wir wirklich 3 Bürgersäle brauchen. Wasserleitungen und Kanäle eigneten sich halt nicht als Bürgermeisterdenkmäler – so sein Fazit.
Kurt Pöll merkte an, dass die Verschuldung zwar nominal auf dem Stand von 2019 liege, es aber ebenso richtig sei, dass mit dem Verkauf des Baugebiets „Birkerl“ kommunales Tafelsilber in Millionenhöhe veräußert worden sei. Man habe durch Sondereffekte von rund 3,5 Millionen Euro an außerplanmäßigen Einnahmen erhalten. Die berechtigte Frage sei daher, wo stünde die Gemeinde heute ohne diese Einnahmen? Die Folgekosten findet man zudem in keiner Kalkulation.
INFO: Allein im letzten Jahr wurden die außerplanmäßigen Ausgaben vom Bürgermeister um 985.000 Euro überschritten.
Die 3 Gemeinderäte der Bürgerliste waren die einzigen, die dem endlosen Verschulden in den letzten 6 Jahren nicht zustimmten.
Ein Bericht von Randolf Alesch findet ihr im Oberpfalz Bote
