Bahnhof Bodenwöhr / 2

In bunten Bildern wenig Klarheit, viel Irrtum und ein Fünkchen Wahrheit, so wird der beste Trank gebraut, der alle Welt erquickt und auferbaut.“ (Johann Wolfgang von Goethe)

 

Bürgermeister Hoffmann bedauert Feldmeiers mangelnde Intelligenz

Das Grundkonzept der Bahnhofsnutzung war bereits in einer Sitzung im Mai 2023 vom Architekten Stephan Fabi vorgestellt worden.
Nun wurde die Kostenermittlung erstellt und dem Gemeinderat vorgelegt.
Zudem wurde eine Befundung der Bausubstanz vorgenommen, die erschreckende Ergebnisse zu Tage förderte. Großteile des Gebäudes sind mit Asbest verseucht, in Anstrichen lauern Schwermetalle und das Bahnhofsgebäude hat keine Betonsohle. Das Gebäude steht auf der blanken Erde. Diese Mängel verursachen nun Mehrkosten von mindestens 480.000,- €.
Wie schon berichtet, haben wir von Anfang an vor dem Kauf der Ruine gewarnt. Insgesamt sprechen wir nun von rund 4,8 Mio. € Baukosten. Davon werden, wenn alles optimal läuft, ca. 2,7 Mio. € gefördert. Läuft es weniger optimal, dann sind es 405.000 € weniger.
Mit anderen Worten, der Bodenwöhrer Steuerzahler bekommt für 2,1 Mio. € einen Bürgersaal, der nur eingeschränkt nutzbar ist. (Siehe auch unseren früheren Bericht vom 26.5.2023).
Der Rest des Nutzungskonzeptes ist für Bahn und Landkreis vorgesehen. So bauen wir für die Bahn auf 100m² einen Wartesaal. Entgegen der Mai-Sitzung, in der der Bürgermeister für die Notwendigkeit eines schönen Wartesaals für die Bahn argumentierte, steht er nun auf dem Standpunkt, dass der Wartesaal mit Ausgang zum Bahnsteig nicht für die Bahn sei. Wer dann auf was im Wartesaal warten soll und dafür 100m² Fläche braucht, konnte er nicht sagen.
Für den Landkreis bauen wir die MINT-Schule. Für Bahn und MINT-Schule investieren wir in Möbel mehr als 30.000,- €. Die zusätzlichen Anschlüsse sowie die Absauganlagen für die MINT-Labore etc. gehen ebenfalls auf Kosten der Bodenwöhrer und liegen nach Kostenschätzung im 6-stelligen € Bereich. Der Architekt sprach von einfacher technischer Ausstattung des Gebäudes. Was das genau bedeutet, wollte keiner der Gemeinderäte wissen . Unsere Forderung im Vorfeld, bereits in der Sitzung vom 26.10.2023, man möge sich die Zeit nehmen doch genau hinzuschauen, was man für das Geld bekommt, wurde damals vom 1. Bürgermeister und von Albert Krieger scharf zurückgewiesen. Krieger meinte damals, wenn die Bürgerliste unbedingt meine das alles genau wissen zu wollen, dann könne man ihnen ja die Pläne und Ausschreibungsunterlagen auf den Tisch knallen und dann sollen sie selbst sehen wie sie weiter kommen. Er hätte jedenfalls für sowas keine Zeit. Während das Konzept von den Freien Wählern laut Mittelbayerischer Zeitung am 30.10.2023 bei deren Jahreshauptversammlung von Christian Lutter noch als „nicht optimal“ bezeichnet wurde, finden es Albert Krieger und seine Fraktion nun als gelungen. Die einzige wesentliche Änderung seit Mai 2023 ist die Tatsache, dass es nun um 480.000,- € teurer geworden ist.
Unser Fraktionsvorsitzender Alois Feldmeier meinte, dass man mit diesem Konzept für viel Geld wenig für die Bürger bekommt. Eigentlich ist es nur ein Bürgersaal der eingeschränkt nutzbar ist. Auf diese Aussage hin meinte der Bürgermeister, er müsse Feldmeier persönlich angreifen, in dem er dessen Intelligenz in Frage stellte. Feldmeier meinte, er könne schließlich auch nichts dafür, dass er nicht so schlau ist wie der Bürgermeister.
Die Argumentationen von Herrn Prof. Sahner und Frau Fett von der Regierung erinnerte an das Märchen: „des Kaisers neue Kleider“. Die Gemeinderäte wurden für Weitsicht und Kompetenz gelobt.
Professor Sahner dachte da wohl in erster Linie an sein Honorar und Frau Fett machte gleich zu Beginn keinen Hehl daraus, dass es für sie auch persönlich sehr wichtig sei, dieses Projekt über die Bühne zu bringen.
Den Bodenwöhrer Steuerzahler wird es freuen, wenn er mit seinem Geld soviel Gutes tun kann. Beide taten so, als ob das Gebäude nur dann schön und toll ist, wenn man für Dritte derart bombastisch Bodenwöhrer Steuergelder ausgibt. Der gesamte Gemeinderat, außer die GR der Bürgerliste, stimmten dem Konzept zu.
Wir hätten uns bei so hohen Ausgaben mehr Nutzen für die Bevölkerung gewünscht.