Stellvertreterwahl
Hauptthema der Gemeinderatssitzung war die Wahl der Bürgermeistervertreter, sowie die Besetzung der Ausschüsse.
Christian Lutter (FWG) zeigte sich entrüstet, weil schon am vergangenen Donnerstag auf der Homepage der Gemeinde zu lesen war, wer die Stellvertreter des Bürgermeisters sind – obwohl diese zu diesem Zeitpunkt noch gar nicht gewählt waren. Lutter empfand dies als Missachtung des Gemeinderates und verteilte entsprechende Screenshots an die Presse.
Dass das Thema bereits bekannt war und in Facebook diskutiert wurde, zeigte sich an der erheblichen Zahl der Besucher. Die Argumente des Bürgermeisters und von Stefan Rauch sorgten dabei im Publikum teilweise für Stirnrunzeln und Erstaunen.
Bürgermeister Hoffmann schob den Fehler auf eine Mitarbeiterin, die selbst sehr erschüttert darüber sei, dass ihr dieser Fehler passiert sei. Er finde es nicht gut, so seine Worte, dass nun zusätzlich auf ihr „herumgehackt“ werde. Unterstützung erhielt er dabei von Stefan Rauch. Dieser meinte, man sehe doch eindeutig, dass es sich um ein Versehen gehandelt habe, da bei der voreiligen Veröffentlichung auf der Homepage sogar die Reihenfolge vertauscht gewesen sei. Er wurde als 2.Bürgermeister genannt und Steffi Reiger als 3. Bürgermeisterin.
Feldmeiers Vermutung, dass sich die Mitarbeiterin die Namen wohl kaum selbst ausgedacht habe, … irgendwer muss ihr die doch gesagt haben… , kommentierte der Bürgermeister mit den Worten:
„Wie alles, was du sagst, ist auch das falsch.“
Diese missverständliche Antwort des Bürgermeister an Feldmeier, ist wohl eher der Nervosität des Bürgermeisters zuzurechnen, als dass er damit bestätigt, dass seine Mitarbeiterin Eigeninitiative ergriffen hat-
Nach Ansicht von FWG und BLB sollte bei der Wahl der Stellvertreter auch der Wählerwille erkennbar sein.
Die FWG schlug mit Verena Obermeier die Stimmenkönigin der Kommunalwahl vor. Laut Christian Lutter habe sie die meisten Stimmen aller Kandidaten erhalten. Zudem verfüge sie aufgrund ihres Berufs über erhebliche Fachkenntnisse in der Verwaltung.
Die BLB schlug Fabian Schmid vor, der bereits bei der Bürgermeisterwahl 38 Prozent der Stimmen erhalten hatte. Außerdem stellt die BLB die stärkste Oppositionspartei. Sie ist die einzige Gruppierung, die 7,25 Prozent hinzugewonnen hat, während alle anderen Parteien zwischen 2% und 3% verloren haben. Fabian Schmid ist Verwaltungsfachmann bei der Stadt Neunburg und steht damit täglich im kommunalpolitischen Geschäft. Zudem ist er unmittelbar vor Ort und kennt die örtlichen Verhältnisse bestens.
Es ist schade, dass der Bürgermeister das erhebliche Fachwissen innerhalb seines Gemeinderates nicht stärker nutzt. Mit Fabian Schmid und Verena Obermeier stünde geballte Fachkompetenz zur Verfügung, die man zum Wohl der Gemeinde einsetzen sollte.













